Digital versus Stationär – die Gretchenfrage des DHK

Die Retail-World auf dem Deutschen Handelskongress (DHK) stand natürlich unter dem Stern des Online-Handels.  „Noch vor Ende dieses Jahrzehnts wird feststehen, wer von Ihnen im Saal zu den Gewinnern und wer zu den Verlieren gehört“, rief etwa EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ohne große Umschweife in das Publikum.

Die Kanzlerin und ichWelche Retailer mit stationärem Standbein auch künftig auf der Gewinnerseite stehen werden, wird eher heute als morgen entschieden. Die meisten Stücke vom digitalen Kuchen sind längst vergriffen. Doch auch Optimismus machte auf dem DHK die Runde. Vor allem vertreten von Jerry Storch, dem CEO von einem der ältest-bestehenden Unternehmen der Welt, HBC. Der stationäre Handel lebe, so Storch. Auch wenn wir aus eigener Erfahrung sagen müssen: die Stationären leiden unter starkem Kostendruck. Und der ist zu einem Teil selbst fabriziert. In Zeiten der Expansion hat etwa niemand auf die Nebenkosten geachtet, die nicht umsonst die „zweite Miete“ heißen. Heute sind die hohen Kosten für viele der Genickbruch in umkämpften Märkten.

Über eines herrschte unter den vielen Managern, Experten und auch den Vertretern aus der Politik, wie etwa der Bundeskanzlerin Einigkeit: Wer den Online-Handel heute noch als Neuland betrachtet, der wird schon sehr bald wenig zu lachen haben.

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