Münster behauptet sich gegen den Online-Handel

Umsatzeinbußen und der Verlust von Kunden – zahllose stationäre Händler haben mit den Folgen steigender Internet-Verkaufszahlen zu kämpfen. Anders sieht die Situation in Münster aus. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Frequenzmessung vom Fußgängeraufkommen in der Innenstadt im Auftrag der Wirtschaftsförderung Münster. 51.600 Menschen haben Studierende des Instituts für Geographie der Uni Münster an zwei Messtagen am Prinzipalmarkt, der Salzstraße und 20 weiteren Standorten gemessen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Innenstädte ein Umfeld aus attraktivem Einzelhandel, unterschiedlicher Gastronomie und Kultureinrichtungen bieten müssen, um Menschen anzuziehen. Ein abwechslungsreiches Angebot und moderne Ladenflächen zahlen sich aus. Das geht allerdings nicht über Nacht und verlangt auch in Münster nach Ideenreichtum und Einsatz. Der Ansatz von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß: Projekte von städtebaulichem Wert an wichtigen neuen Handelsstandorten in eigentlich unterwertigen Lagen zu realisieren.

Ein weiterer Vorteil Münsters: Initiativen der Stadt und Standortgemeinschaften arbeiten eng zusammen, um ihre Lagen aufzuwerten, attraktiver zu werden und so noch mehr Publikum zu gewinnen. Ein ehrgeiziges Konzept, das aufgeht. Schon im Mai ergab eine Bürgerumfrage der Stadt, dass die Mehrheit der Münsteraner trotz der Angebote im Internet wie üblich in der City unterwegs ist. Ein klares Bekenntnis für eine belebte Innenstadt mit einem gesunden stationären Handel.

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